Zehn Stunden am Stück produktiv, kreativ und innovativ an einem Freitagabend arbeiten und das auch noch ohne Verdienst! Wer macht denn sowas freiwillig? Ca. 80 Menschen von jung bis alt waren genau dazu bereit. Die Teilnehmer befassten sich beim Social Innovation Hackathon, gemeinsam organisiert mit dem Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg e.V., am Nikolausabend im Kunstraum Kesselhaus mit sozialen Problemstellungen.

Teams & Themen

Die Ideengeber für den Hackathon (allesamt Vereine und Initiativen aus der Region) versorgten fünf Teams (à 5-15 Personen) mit Aufgabenstellungen aus dem sozialen Bereich. Den ganzen Abend über standen den Teams Coaches aus den unterschiedlichsten Fachgebieten – z.B. Softwareentwickler, Projektmanager, User Experience Designer, Juristen, Sozialpädagogen und Systemische Berater – mit ihrem Know-How tatkräftig zur Seite.

Coaches unterstützten die Teams am Abend des Hackathons.
Team „Bambecher“ überlegt sich gemeinsam mit Coach Bernd das Vorgehen.

„Bamama“ benötigt ein Internet-Portal. Dieses soll (werdenden) Müttern mit Migrationshintergrund in einfachen Worten und Bildern die wichtigsten Information zu Schwangerschaft und dem Mutterdasein in Deutschland zur Verfügung stellen. So z.B. Informationen über kostenlose Vorsorge-Untersuchungen, die es in anderen Länder nicht gibt. Die Aktion Bambecher – weniger Müll in Bamberg“ setzt sich mit neuer Logistik und Marketing-Strategien das ehrgeizige Ziel, Bamberg bis 2023 von weggeworfenen Coffee-to-go-Bechern komplett zu befreien.

„Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht! Danke für die großartige Organisation und das Ganze drumherum. Ich hoffe, dass es bald wieder etwas vergleichbares gibt.“

Teilnehmer des Social Innovation Hackathons

Die Aktion „Bambike – Bamberg Bike Sharing“ möchte kostenlos Fahrräder in ganz Bamberg zur Verfügung stellen. Helfer der AEO sollen diese reparieren, um Nachhaltigkeit zu ermöglichen und den Verkehr zu entlasten. Gaia – Tinder dir Dein Ehrenamt“ bringt über einen kurzen Online-Fragenkatalog engagierte Menschen mit dem passenden Ehrenamt zusammen. Das Josefslädchen und „Freund statt fremd“ sind ebenfalls unter dem Motto „Make Ehrenamt sexy” auf der Suche nach Ehrenamtlichen. Sie suchen nach digitalen Wegen, hilfsbereite Menschen zu finden.

Gute Laune beim Hackathon gab es definitiv genug.
Zwei Teilnehmer des Hackathons, die gemeinsam gut gelaunt coden.

Coole Location, Candy Bar, Pizza & Co.

Zugegeben keiner war gezwungen non-stop zu arbeiten, es gab jede Menge Snacks, Süßes, Getränke, eine Pizza-, sowie eine nächtliche Suppen-Pause. Verhungern musste ganz sicher niemand. Wer mal eine kleine Pause und Ablenkung brauchte, konnte sich außerdem einer Runde FiFA in einem separaten und gut beheizten Pausenraum widmen.

Unter anderem gab es eine Candy-Bar beim Hackathon, die den Teilnehmern leckere Nervennahrung bot.
Die Candy-Bar ließ keine süßen Wünsche offen.

Jeder, der dabei war, wird sich nicht wundern, warum wir besonders das “beheizt” betonen. Der Kunstraum Kesselhaus war eine fantastische Location, die mit ihrem Industry-Charme wie gemacht ist für so einen Hackathon. Der einzige kleine Nachteil: Es gibt dort nicht wirklich eine Heizung, weswegen wir mit Heizstrahler & Co. unser Bestes gaben den Raum einigermaßen “warm” zu halten.

„Es war super organisiert, bis auf die Kälte hab ich nichts negatives gehört. Dankeschön für euren Einsatz, die tolle Vorbereitung und Betreuung! Bin beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder dabei!“

Teilnehmer des Social Innovation Hackathons

Letztendlich hat es aber kaum einen großartig gestört, vor allem da man sich mit Tee, Kaffee, Glühwein und Suppe bestens aufwärmen konnte. Zudem glühten förmlich die Köpfe, Stifte, Tasten, Laptops, usw. vor lauter Eifer und Motivation, die bei allen Teilnehmern schnell ausgebrochen war. 

Pizza und Hackathon - das passt zusammen.
Pizza durfte beim Hackathon natürlich nicht fehlen.

Endspurt & Pitches

Um zwei Uhr morgens war die Zeit abgelaufen und die bis dahin erreichten Ergebnisse wurden in dreiminütigen Präsentationen, sogenannten Pitches, vorgestellt und nach ausführlicher Beratung von einer Jury prämiert.

„Der Grundgedanke einer Brücke zwischen sozial und tech ist genial. Für die erste Veranstaltung war es okay, aber kann noch verbessert werden (Temperatur, Lautstärke in dem Raum, Struktur durch die Coaches).“

Teilnehmer des Social Innovation Hackathons

Das Gewinnerteam „Gaia – Tinder dir Dein Ehrenamt“  durfte sich über Gutscheine für ein digitales Detox-Wochenende in der fränkischen Schweiz freuen. Wer noch nicht genug hatte, konnte zum Abschluss des Events noch zu den Beats von DJ Highlight feiern.

Tolle Location für den Hackathon.
Der Kunstraum Kesselhaus bot eine tolle Location.

In der kurzen Zeit des Social Innovation Hackathons konnten selbstverständlich die Projekte nicht bis zur Marktreife entwickelt werden. Dennoch hoffen wir, dass die Begeisterung über die Nacht hinaus anhält und die Projekte weiterverfolgt werden, um Bamberg lebenswerter und vor allem ein Stück sozialer zu machen. Wie genau der Stand der Projekte ist, werden wir euch im Januar berichten.

Hackathon Gewinner war am Ende das Team "Gaia - Tinder dir dein Ehrenamt".
Das Gewinner-Team „Gaia – Tinder dir dein Ehrenamt“ freute sich über den Preis.

Wart ihr letzten Freitag auch mit dabei? Wie habt ihr den Hackathon miterlebt und würdet ihr wieder mitmachen? Falls ihr nicht dabei wart, haben wir nun euer Interesse geweckt? Danke an alle, die uns bereits Feedback gegeben haben, wir freuen uns sehr über weitere Rückmeldungen!

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