2015 wurde bytabo gegründet. Seitdem unterstützen wir erfolgreich Mittelständler in der Region bei der Digitalisierung. Wir haben außerdem einen starken Bezug zur Startup-Szene: Unsere Mitarbeiter sind teilweise ehemalige Startup-Gründer und deshalb haben bytaboX ins Leben gerufen – unsere eigenständige Beteiligungsgesellschaft – mit der wir uns am Aufbau und der Ausgründung neu entstehender Start-Ups beteiligen. Um den Erfolg von jeglichen Produkten wahrscheinlicher zu machen, gibt es einige Methoden, die in der Welt der Start-Ups sehr bekannt sind und auch von den großen Software-Anbietern wie Google, Facebook, etc. genutzt werden: Design Thinking, Lean Startup & Agile Entwicklung. Wir kombinieren diese Prozesse sinnvoll, um unseren Mittelständischen Kunden den größtmöglichen Wert mit zu bieten. 

Wie sieht dies konkret aus, wie gelangen wir von einer sehr groben Idee zu einem funktionierenden Software-Produkt, das allen Beteiligten einen Mehrwert bringt?

Konzeptmodul – Design Thinking & erster Prototyp

Zu Beginn der Reise nutzen wir Design Thinking – einen Ansatz der original aus dem Silicon Valley kommt, jedoch erst durch SAP und die Unterstützung von dessen Gründer Hasso Plattner international bekannt gemacht wurde. Damit können wir das Problem der Nutzer verstehen, indem wir uns über Beobachtung und direktes Feedback in diese hinein versetzen. Dies geschieht üblicherweise in einem Workshop-Setting, in dem ein multidisziplinäres Team an Mitarbeiter:innen des Mittelständlers seine Erfahrungen im täglichen Arbeitsablauf mitteilt. Hier sind von unserer Seite sowohl Designer, als auch Software-Entwickler und Geschäftsmodell-Spezialisten dabei, um die Anforderungen ganzheitlich zu erkennen und aufzunehmen. Die Ergebnisse dieses ersten Workshops werden anschließend in einem ersten, rudimentären Prototypen umgesetzt, der direkt vorgestellt wird, um Feedback zu erhalten und ihn zu verbessern.

PoC-Phase – Lean Startup

Mit der Vorstellung dieses ersten Prototypen gehen wir in die zweite Phase der bytabo-Methode über: die Proof-of-Concept-Phase. Hier gehen wir nach dem Prinzip Lean Startup vor – einer Methode zur Entwicklung von Produkten, die ebenfalls aus den USA stammt und darauf abzielt, unsere Produktentwicklungszyklen zu verkürzen. 

Wir setzen dies in einem dreigliedrigen Vorgehen um: Zuerst wird wieder gemeinsam mit den interdisziplinären Teams des Mittelständlers die nächste Iteration des Prototypen ausgearbeitet. Hierzu arbeiten wir einerseits das Feedback ein, welches zu dem ersten Prototypen entstanden ist. Andererseits arbeiten wir konkrete Wireframes (einen sehr frühen konzeptionellen Entwurf einer Website oder einer Software) aus, die den logischen Aufbau und Ablauf des Nutzererlebnisses darstellen. Auf dieser Basis wird dann ein weiterer, diesmal besser ausgearbeiteter Prototyp erstellt. Dieser wird nun von unserem Designteam gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des Mittelständlers und möglichst auch deren Kund:innen, also den wirklichen Nutzer:innen, in zwei bis drei Iterationen getestet. Die in diesem Nutzertest festgestellten Verbesserungen oder Änderungen werden direkt eingearbeitet, sodass der finale Prototyp entsteht.

Produktivphase – Agile Entwicklung

Auf der Basis von diesem getesteten und angepassten Prototypen wird nun die Software-Entwicklung, also die tatsächliche Umsetzung im Code gestartet. Vorher wurde nur mit Applikationen gearbeitet, die lediglich die graphische Oberfläche der Anwendung dargestellt haben. In der Entwicklung kommen bei uns agile Methoden zum Einsatz, die es uns erlauben, auf im Entwicklungsprozess neu auftretende Erkenntnisse bzgl. der Umsetzung der Software zu reagieren. Hier setzen wir vor allem auf SCRUM, eine Methode deren Ursprünge in Japan liegen. Beim Vorgehen nach SCRUM wird ein grobes Ziel definiert, welches anschließend in immer kleiner werdende, priorisierte Arbeitspakete heruntergebrochen wird. Ziel hierbei ist es, nicht auf einmal ein fertiges Produkt zu programmieren, sondern zuerst eine funktionale Minimalversion zu schaffen, der dann Schritt für Schritt immer weitere Funktionen hinzugefügt werden. Damit kann auf sich eventuell ergebende Veränderungen – wie z.B. eine neue Software, die von einem Kunden eingeführt wird und zu der eine Anbindung benötigt wird, reagiert werden.

Data Analytics – Big Data

Sobald die erste Version der Software dann im Einsatz ist, können wir die hierbei entstandenen Daten über die Nutzung durch die Kundinnen und Kunden sammeln und auswerten. Diese Analysen werden selbstverständlich auch dem Mittelständler zur Verfügung gestellt. Gemeinsam können wir dann weitere Verbesserungen vornehmen oder Funktionen hinzufügen. Natürlich ist in dieser Phase auch eine ständige Wartung des Produkts möglich, um die Software aktuell zu halten.

Dieser Ansatz ist bei uns nun schon in über 250 Projekten zum Einsatz gekommen und kann für jegliche Bereiche genutzt werden, in denen Probleme mithilfe digitaler Werkzeuge gelöst werden können: In der Kommunikation mit den Kunden, beispielsweise über eine individualisierte Kundenplattform; in der eigenen Produktion, aus der beispielsweise bereits vorhandene Daten gezogen werden, um die Prozessabläufe zu optimieren; oder in der nachhaltigen Aufstellung des gesamten Unternehmens durch eine Darstellung der energieintensivsten Vorgänge und deren Anpassung oder Kompensation, um CO2-Neutralität zu ermöglichen. 

Wenn du eine Idee hast, wie in deinem Unternehmen durch Software Prozesse verbessert werden können, sprich uns einfach an. Wir freuen uns von dir zu hören.

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