Smartphones lassen sich wohl als das Symbol für die gesamte technische Entwicklung des 21. Jahrhunderts ansehen. Mit dem ersten iPhone legte Apple die Grundlage für unsere heutige Mediennutzung. Und diese entwickelt sich im Zeitalter der Digitalisierung ununterbrochen exponentiell weiter. Wir von bytabo® stoßen immer häufiger auf die Begriffe Mobile First und Mobile Only. Im folgenden beleuchten wir diese zwei Begriffe einmal genauer für Euch und erläutern, wie die Anwendung dieser zwei Ansätze in der Entwicklung sinnvoll ist.
Desktop als Second Screen – Mobile als First Screen

Während früher auf dem Desktop-PC das Internet von neuen Onlinern erkundet wurde, findet dies mittlerweile immer häufiger nur noch auf Mobile Devices statt. Schon im Jahr 2013 waren mehr als 70 Prozent der Internetnutzer auf ihrem Smartphone online unterwegs. Bedenkt man hierbei, dass das mobile Internet damals noch nicht dermaßen ausgebaut und schnell war, wie es mittlerweile durch die Entwicklung von VDSL und Highspeed-Internet der Fall ist, könnt Ihr euch sicher vorstellen, dass diese Zahlen seitdem nochmals stark gestiegen sind. Mobile Geräte sind zudem im Gegensatz zum Desktop-PC für die Nutzung immer parat. Nutzer können also situationsbedingt zum Smartphone greifen, und z.B. nach Informationen suchen.

Mobile First auf dem Vormarsch?

All diese Entwicklungen zeigen einen neuen Trend auf, dem sich entsprechend bei der Webentwicklung angepasst werden muss. Schließlich möchten die Nutzer auch mobil ansprechende Websites vorfinden, die ansehnlich und gut konzipiert sind. Die Optimierung von Inhalten für mobile Endgeräte muss demnach unbedingt berücksichtigt werden.

Es genügt also nun nicht mehr, wie früher, eine Desktop-Website zu erstellen, um sich danach Gedanken über die mobile Darstellung zu machen. Die mobile Darstellung ist längst kein „Anhängsel“ der eigentlichen Website mehr, sondern rückt durch das veränderte Nutzungsverhalten in den Fokus.

Ein allumfassendes Konzept für die Webentwicklung

Somit muss der gesamte Ansatzpunkt bei der Webentwicklung verändert werden. Mobile First lautet hierbei das Stichwort. Die Optimierung im Hinblick auf die mobile Darstellung erfolgt nicht mehr nachgelagert an die Desktop-Version, sondern findet gleich zu Beginn der Website-Erstellung statt. Konkret bedeutet dies oftmals eine wesentlich schlankere Entwicklung z.B. in Hinblick auf Funktionen, was gleichzeitig auch eine leichtere Entwicklung mit sich bringt. Erweiterungen sind immer möglich, sodass sich zu Beginn wirklich nur auf das wesentliche und die wichtigsten Inhalte beschränkt werden kann. Dieses Prinzip wird auch auf die Inhalte der Seite übertragen. Somit wird sich auch beim Content auf die wesentlichen Punkte konzentriert, um so die Nutzung effizient, informativ und einfach zu gestalten. User Experience ist hierbei das Stichwort. Jedoch ist die User Experience oft noch nicht entsprechend der ansteigenden Nutzung von Mobile Devices bei den Auftraggebern angekommen. Da sich nach und nach immer mehr Bereiche unseres alltäglichen Lebens auf mobile Geräte ausweiten, gehört es hierbei zur Customer Experience eine angenehme Bedienweise sowie Optik dem Kunden bieten zu können. Dementsprechend sollte Mobile nicht mehr als Second, sondern viel mehr als First Screen behandelt werden.

Google’s Mobile Index als neuer Maßstab

Auch die Tatsache, dass Google zukünftig den Mobile Index anstatt des Desktop Index’ nutzen wird, zeigt den veränderten Stellenwert von mobilen Versionen. Während Mobile First schon im Nutzungsverhalten sichtbar ist, stellt sich die Frage, ob Mobile Only, also die exklusive Entwicklung nur für Mobile Devices, sich durchsetzten wird. Bisher wechseln die Nutzer mehrmals täglich zwischen ihren Geräten. Es dreht sich also alles um eine einheitliche und ansehnliche Darstellung auf allen Geräten. Somit ist die Anpassung an Desktop-Versionen im Nachhinein noch weiterhin nötig, sollte aber eben erst nachgelagert erfolgen.

Mobile First oder Mobile Only? – Kontext ist der Schlüssel!

Am Ende muss sich immer am Nutzer orientiert werden. Nur wenn man den Kontext der Anwendung bedenkt kann Mobile First oder sogar Mobile Only entsprechend gut umgesetzt werden. Der Nutzer muss also hier klar im Fokus stehen, anstatt einfach nur einem Trend blind umzusetzen. Möchten meine Nutzer sich zwar mobil informieren, nutzen aber auch Desktop-Versionen meiner Seite, ist Mobile First ein guter Ansatz. Vor allem bei Online-Shops zeigt sich nämlich, dass der Umsatz am Ende immer noch über die Desktop-Version generiert wird. Handelt es sich um eine Anwendung, bei der die Nutzung ausschließlich mobil ist, ist der Ansatz Mobile Only möglicherweise der richtige Weg, um den Nutzer einen Mehrwert anzubieten.

Durch die schon zuvor erwähnte immer stärkere Nutzung von Mobile Devices und dem voranschreitenden Ausbau der mobilen Verbindungen zum Internet ist es in vielen Bereichen dennoch ratsam, sich mit voller Energie zunächst auf mobile Darstellungen zu konzentrieren. Mobile First muss verinnerlicht werden. Letztendlich birgt dieser Ansatz nämlich auch für die Desktop-Version, sowie für die Gestaltung des Contents, nur Vorteile. Und natürlich ist es besser, sich zunächst auf eine Sache zu konzentrieren und diese gut umzusetzen, anstatt Mobile und Desktop parallel laufen zu lassen. So wird nämlich mit großer Sicherheit einer der beiden Bereich darunter leiden.

Mobile Only oder Mobile First?

 

Ein Beitrag von Amelie Tihlarik. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.