Ein kurzes Portrait über den Status Quo der Aktivitäten im Bereich Digitalisierung, die zwei größten Fehler im Umgang damit und die Frage, wie man sich den digitalen Wandel zum Vorteil machen kann.

Unterschätzt nicht den digitalen Wandel

Trotz insgesamt zunehmender Bemühungen haben viele deutsche Unternehmen die Bedeutung der Digitalisierung noch immer nicht verstanden. Laut unserer persönlichen Erfahrung ist der Hauptgrund dafür die Unterschätzung des digitalen Wandels. Das wiederum kann verschiedene Ursachen haben. Unter den am weitest verbreiteten finden sich dabei die zeitliche Fehleinschätzung der digitalen Entwicklungen und der Glaube, die eigene Branche sei nicht betroffen. Warum diese Einstellung gravierend Folgen für Unternehmen hat und wie man sich durch die richtigen Bemühungen die Digitalisierung sogar zum Vorteil machen kann, möchten wir Euch im Folgenden genauer darstellen.

Fehler No. 1: Zeitliche Fehleinschätzung des digitalen Wandels

Doch zunächst noch einmal zu den zwei wichtigsten Fehlern im Zusammenhang mit der Unterschätzung der Digitalisierung. Die zeitliche Fehleinschätzung basiert dabei in der Regel auf der Annahme, dass die zukünftigen technischen Entwicklungen mit der gleichen Geschwindigkeit, wie die in der Vergangenheit passieren. Tatsächlich aber handelt es sich beim technischen Wandel um einen exponentiell voranschreitenden Trend. Das bedeutet, dass die Entwicklung in regelmäßigen Abschnitten mit doppelter Geschwindigkeit passiert. Somit kommen mit zunehmendem Tempo immer mehr Technologien und Trends auf den Markt, die sich insgesamt auch immer schneller durchsetzen. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass zu langes Zögern und übertriebenes Misstrauen gegenüber digitalen Neuerungen heutzutage fatale Konsequenzen hat.

Viele Unternehmen unterschätzen die exponentielle Entwicklung der Digitalisierung und lassen sich zu lange Zeit.
Die zeitliche Fehleinschätzung des rasanten, digitalen Wandels gehört zu den typischen Fehlern.

Fehler No. 2: Digitalisierung ist für meine Branche nicht relevant

Der zweite Grund, der häufig zur Unterschätzung der Digitalisierung führt, ist die Annahme, die Digitalisierung sei für die eigene Branche nicht relevant. Es ist zwar Tatsache, dass sich die Digitalisierung mit unterschiedlicher Geschwindigkeit auf verschiedene Branchen auswirkt. Während manche Märkte schon recht früh von digitalen Veränderungen betroffen waren, wirkt sich der technische Wandel auf andere Geschäftsfelder erst später aus. Eines ist jedoch sicher: Früher oder später wird jedes Unternehmen aus jedem Bereich die Auswirkungen der Digitalisierung spüren. Unternehmen aus Märkten, die die Digitalisierung erst zu einem späteren Zeitpunkt zu spüren bekommen, sollten sich jedoch nicht auf dieser zeitlichen Verzögerung ausruhen. Stattdessen sollten sie den Puffer nutzen, um – wenn es soweit ist – ihren Wettbewerbern einen entscheidenden Schritt voraus zu sein. So kann sich ein Unternehmen auf diesem Wege die Digitalisierung zum massiven Vorteil machen.

Mit kreativen Innovationen das Geschäftsmodell retten

Im digitalen Zeitalter geht es mehr denn je um Innovationskraft, Flexibilität und Kreativität. Wir gehen davon aus, dass früher oder später jede Branche von disruptiven Bewegungen bedroht wird, die auf genau diesen Prinzipien fußen. Somit wird es immer wichtiger, sich kontinuierlich die Frage zu stellen „Was kann mein Geschäftsmodell zerstören?“. Dieser Frage sollte so energisch wie möglich nachgegangen und dabei kreative Konzepte ausgearbeitet werden. Besonders zu empfehlen ist gerade für Konzerne und mittelständische Unternehmen die Zusammenarbeit mit Startups. Diese bringen oftmals alle Werkzeuge mit, um an diesen Bemühungen entscheidend mitzuwirken.

Synergien aus der Zusammenarbeit zwischen größeren Unternehmen und Startups kann helfen, kreative Lösungen zu finden.
Die Zusammenarbeit mit Startups kann zu kreativen Ideen und Synergien für beide Seiten führen

Denn wer sich schon vor etwaigen disruptiven Bewegungen Gedanken macht, wird im Ernstfall vorbereitet sein. So sollte man sich bewusst werden, wie in einem solchen Fall reagiert und wie im Zweifelsfall vielleicht sogar das Geschäftsmodell transformiert werden kann, um nicht vollständig zerstört zu werden. Nicht selten entstehen aus diesen Konzepten übrigens auch neue Startups, die häufig in erfolgreichen Ausgründungen resultieren.

Fazit: Jetzt handeln, bevor es zu spät ist.

Unser Fazit: Unternehmen, die sich täglich mit der digitalen Welt und ihren Bewegungen beschäftigen, sind auf dem richtigen Weg. Hilfreich ist der Kontakt zu jungen Unternehmen, um deren Innovationskraft zu nutzen. Außerdem sollte man sich kontinuierlich überlegen, wie man Prozesse und Organisationsstrukturen im Sinne der Digitalisierung abbilden kann. Diejenigen, die das Thema Digitalisierung noch gar nicht auf der Agenda haben, sollten handeln. Und zwar lieber gestern als heute.

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