Um euch einen genaueren Einblick in unseren Technik-Stack zu vermitteln, wollen wir euch immer wieder auch technische Informationen hier auf unserem Blog geben. Diesmal soll es um die Webtechnologie Angular gehen, mit welcher unsere bytabo®-Entwickler die letzten Wochen sehr viele Projekte umgesetzt haben.

Angular ist ein JavaScript Framework, welches für die Entwicklung von Frontend-Applikationen, auch bekannt als Webapps, genutzt wird. Hinter diesem Framework verbirgt sich der Konzern Google.

Angular eignet sich super für die Entwicklung von Webanwendungen. Vor allem hinsichtlich des Datenbindings bietet die Technologie Vorteile, da sie das Synchronisieren aller Datenstände innerhalb einer Anwendung ermöglicht und auf diese Weise dem Entwickler viel Arbeit in diesem Bereich abnimmt. Mit dieser Funktionsweise wird dem Single-Source-of-Truth-Prinzip Folge geleistet, womit das Problem hinsichtlich redundanter Datenbestände eliminiert wird.

Da Angular komponent-basiert ist, eignet es sich sehr gut für die allgemeine Architekturbildung von Software.

Angular4

Die bytabo® Entwickler beschäftigen sich aktuell mit Angular4. Aber warum nennen wir den Artikel hier dann nicht direkt Angular4, sondern Angular? Das hängt damit zusammen, dass Angular als Framework schon eine lange Phase der Entwicklung hinter sich hat. Die erste Version von Googles Framework, genannt AngularJS, revolutionierte seiner Möglichkeit auf zwei Wege Datenbinding zu bewerkstelligen die gesamte Frontend-Entwicklung im Web. Aber auch, wenn AngularJS damals als große Neuerung galt, war es damals noch nicht perfekt. Google nahm sich das Feedback, sowie die Kritik an der ersten Version zu Herzen und brachte mit der V2, die nicht abwärtskompatibel zur alten Version war, ein fast komplett neues Framework auf den Markt. Neben Neuerungen wie z.B. Performance-Steigerungen im Bereich von Faktor 5, hatte sich auch hinter den Kulissen, also im Code selbst einiges geändert. Diese Änderungen waren so essenziell, dass sich viele Entwickler ärgerten, da sie sozusagen ein völlig neues Framework lernen mussten. Solch grundliegende Veränderungen werden in Zukunft nicht mehr vorkommen.

Wir finden dennoch, dass Google in diesem Punkt richtig gehandelt hat und anstatt an der V1 des Frameworks festzuhalten einen klaren Schnitt gemacht hat, um so noch einmal von vorne zu beginnen und eine fundiertere Basis für weitere Versionen zu schaffen und nicht erst in einem fortgeschritteneren Stadium alle Konventionen zu ändern.

So kommt es auch, dass seit der Version 2 nur noch von Angular die Rede ist und AngularJS sozusagen Geschichte.

TypeScript

Angular bedient sich an der Programmiersprache TypeScript, einem Superset von JavaScript. Diese kann für Neueinsteiger in Angular einen Stolperstein darstellen. TypeScript erweitert den JavaScript Syntax um Typisierung, ein Konzept aus kompilierten Sprachen, welches aus der klassischen Softwareentwicklung bekannt ist. Auch wenn man in diese Sprache erst einarbeiten muss bringt sie auch eine ganze Menge Vorteile mit sich, da so der Code sicherer, lesbarer und das Tooling besser ist. Ein weiteres Zeichen, dass Angular sich an professionelle Entwickler richtet.

Nicht vergessen: Qualität des Toolings

Die Qualität des Toolings sollte bei Softwareprojekten nie unterschätzt werden. In diesem Zusammenhang bietet Angular mit dem Angular-Command-Line-Interface eine Möglichkeit, neue Projekte schnell und reproduzierbar aufzusetzen, sodass Entwickler, die schon mit Angular gearbeitet haben sich schnell im Projekt zurechtfinden und daran arbeiten können. Prozesse wie das Transpilieren von ES6 zu ES5 und Bundlen von JavaScript-Files wird ebenso standardmäßig unterstützt.

An dieser Stelle zeigt sich wieder die etwas andere Philosophie vom Framework Angular im Gegensatz zu anderen. Angular versucht eine einheitliche Plattform für Entwickler zu bieten, indem viele Module mitgeliefert werden, sodass sich Teams nicht immer neu für einzelne Libraries entscheiden müssen, was wir als einen großen Vorteil einordnen.

Nicht zuletzt war die Entscheidung für Angular aber abhängig von unseren Entwicklern. In Gesprächen mit jedem einzelnen kam heraus, dass eine Vielzahl von Entwicklern im Arbeitsalltag Angular bevorzugt, sodass sich daraufhin für diese Technologie entschieden wurde. Alles in allem können wir sagen, dass Angular vor allem in großen Teams wunderbar funktioniert und wir bei bytabo® mit der Entscheidung für Angular sehr zufrieden sind.

Coding

Noch Fragen?

Ihr habt Fragen zu Angular an sich oder wollt euch gerne mit uns über diese Technologie intensiver austauschen? Dann meldet euch einfach unter info@bytabo.de bei uns.

 

Ein Beitrag von Amelie Tihlarik. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.